14.05.2012 - Studium, Arbeit, Leben: Studierende heute
ab dem 29.5.2012: 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks startet
Studium, Arbeit, Leben: Studierende heute
Aus welchen sozialen Schichten kommen die rund 2,4 Millionen Studierenden, wie sieht ihre wirtschaftliche und soziale Lage aus? Wie finanzieren sie ihr Studium? Welche Lebenshaltungskosten haben sie? Wie viel Zeit wenden sie für das Bachelor- oder Master-Studium auf, wie viel Zeit geht drauf für den Nebenjob? Wie wohnen sie? Welchen Beratungsbedarf haben sie? Auf diese Fragen will die inzwischen 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) Antworten liefern.
80.000 Fragebögen
Ende Mai werden 80.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Studierende gebeten, anonym an der Befragung teilzunehmen. „Je mehr Studierende den Fragebogen ausfüllen, desto besser lässt sich deren Lebenssituation abbilden“, sagt DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann. „Das Deutsche Studentenwerk nutzt die Daten der Sozialerhebung, um gegenüber Politik und Öffentlichkeit für die sozialen Interessen der Studierenden einzutreten“, so Timmermann.
BAföG und Bachelor
Die Ergebnisse der großangelegten Studierenden-Befragung, die alle drei Jahre durchgeführt wird, sollen im Frühjahr 2013 vorgestellt werden. Man wird aufzeigen können, welche monatlichen Einnahmen die Studierenden haben, wie viele BAföG erhalten, wie viele neben dem Studium jobben, welchen Beratungsbedarf sie haben oder welche Wohnformen Studierende heute bevorzugen. Auch nach gesundheitlichen Einschränkungen im Studium durch eine Behinderung oder chronische Krankheit wird gefragt. Wirkt sich die weit fortgeschrittene Umstellung der Studienabschlüsse auf Bachelor und Master auf die wirtschaftliche und soziale Situation der Studierenden aus?
60 Jahre Sozialerhebung
Die Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks haben eine lange Tradition. Seit 1951 wird die Erhebung regelmäßig durchgeführt. Sie ermöglicht empirische Langzeitvergleiche, die die großen bildungspolitischen Veränderungen in Deutschland abbilden, vor allem in der sozialen Zusammensetzung der Studierenden. Die Sozialerhebung gilt als eine der wichtigsten offiziellen Bildungsstudien überhaupt. Entsprechend stark interessieren sich die Politik in Bund und Ländern, die Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen für die Untersuchung. Aber auch die Studierenden selbst, ihre Eltern, natürlich die Studentenwerke und nicht zuletzt die Medien greifen auf die Sozialerhebung zurück.
Durchgeführt wird die Untersuchung vom Hochschul-Informations-System (HIS), finanziert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das die Daten auch für seine eigene Bildungsberichterstattung nutzt.
Die 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ...
- zeichnet ein realistisches Bild der sozialen und wirtschaftlichen Lage der 2,4 Millionen Studierenden in Deutschland
- ist eine wichtige Entscheidungs- und Datengrundlage für die Politik, die Hochschulen und die Studentenwerke
- reicht als einzigartige sozialwissenschaftliche Langzeituntersuchung bis 1951 zurück
- erlaubt Vergleiche über längere Zeiträume, zum Beispiel zur Bildungsbeteiligung oder sozialen Zusammensetzung der Studierenden
- ist eine der größten repräsentativen Studierenden-Befragungen in Deutschland und eine der bekanntesten offiziellen Bildungsstudien
Links:
www.sozialerhebung.de
www.studentenwerke.de
www.bmbf.de
www.his.de
Zur Pressemitteilung




