Was ist das?
Das Tutorenprogramm ist eine Initiative der Stuttgarter Robert Bosch Stiftung
und des Deutschen Studentenwerks (DSW). Seit seiner Gründung 1992 fördern die
beiden Institutionen jährlich rund 70 Absolventen amerikanischer, französischer,
polnischer, tschechischer und russischer Universitäten und holen sie nach
Deutschland. Hier leben die Nachwuchs-Akademiker ein Studienjahr (von Oktober
bis Juli) als Tutoren in den Wohnheimen der örtlichen Studentenwerke. Die
gemeinsame Unterbringung ist ein zentrales Element des Programms. Es ermöglicht
den Tutoren den unmittelbaren Kontakt zu ihren deutschen Kommilitonen. Darüber
hinaus geben die ausländischen Studierenden in Sprachkursen, Gesprächskreisen
oder Filmabenden Einblicke in ihr Heimatland. So übermitteln sie einerseits
ein authentisches Bild ihrer Nation; andererseits erfahren sie selbst Lebensweise
und Geschichte der Bundesrepublik.
Unser russischer Tutor: Evgeni Tankov
Am 6. Oktober war es soweit und Evgeni Tankov erreichte endlich seine Heimat für die nächsten Monate:
Bochum. Zu verdanken ist der lange Aufenthalt in Bochum unter anderem der Kooperation mit der Robert
Bosch Stiftung, die eine der größten unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland ist und vor allem
auf internationale Nachwuchsförderung setzt. Und die Betreuung übernimmt hier wiederum das Kulturbüro boSKop.
Der 31jährige Russe Evgeni Tankov bringt – wie seine Vorgängerinnen Elena Fedotova und Maja Robertus -
jede Menge Unternehmungsgeist mit. Viele Impressionen und Erfahrungen möchte der neue Tutor während seines
Aufenthaltes sammeln und mit zurück in seine Heimat nehmen, um sie dort seinen Studenten zu vermitteln –
aus erster Hand sozusagen.
Seit März 1997 arbeitet Evgeni Tankov an der Katanov-Universität in Russland und lehrt dort am Lehrstuhl
für Fremdsprachen. Deshalb ist ihm Deutsch nicht fremd, doch auch die Kultur, Sitten und Bräuche möchte
der neue russische Tutor kennen lernen und methodisch-didaktische Erfahrungen sammeln, um diese dann den
russischen Studenten näher zu bringen.
Doch auch die russische Sprache, Geschichte, Literatur und Kunst weckten sein Interesse – zum Vorteil der
Studierenden in Bochum. Denn so können durch russische Filmabende, russische Weihnachtsfeiern und vieles mehr
auch die russische Kultur, ihre Sitten, Bräuche wie auch ihre Geschichte den hier Studierenden näher gebracht
werden und somit vielleicht den Wunsch nach einer Russland-Reise fördern.
Viel Arbeit gibt es hier für den neuen russischen Tutor, denn zu den Aufgaben der Tutoren gehören Sprachkurse,
Konversationsübungen und Gesprächskreise über landeskundliche Themen sowie Film- und Musikabende und ähnliche
Veranstaltungen. Die Tutoren sollen außerdem die Beratungstätigkeit am Hochschulort unterstützen und Studierenden
für Sprechstunden zur Verfügung stehen.
Auch eigene Interessen sollen dabei nicht zu kurz kommen: Deutschland kennen lernen, viele neue Erfahrungen sammeln
und vor allem ein bisschen russische Mentalität in das herbstliche Bochum bringen. Ganze zehn Monate hat Evgeni
Tankov dafür nun Zeit. Vom 25. September bis 25. Juli kann mit ihm zusammen auf Entdeckungsreise gegangen werden.
Alle Aktivitäten wird er mit der bewährten Unterstützung vom boSKop-Team organisieren und anbieten.
Erreicht werden kann Evgeni Tankov im boSKop-Büro unter
0234 – 70 26 51 oder Mail boSKop
Filmabende
Die besten russischen Dramen, Krimis, Komödien flimmern mittwochs ab 20 Uhr über die
Leinwand im Euro-Eck am Spechtsweg 20 - meistens OmU, also: Original mit Untertitel.
Vorher und nachher steht Evgeni mit Hintergrundwissen zur Seite: russische Landeskunde,
Geschichte, Politik und Kultur. Der Eintritt ist frei.
Aktuelles Filmprogramm
Sprachkurse
Russisch gilt als eine der schwierigsten Sprachen der Welt. Und als eine der wichtigsten.
Die Studierenden der Bochumer Hochschulen kommen in den Genuss, diese Sprache kostenlos
kennen zu lernen. Das Angebot unseres Tutors Evgeni Tankov richtet sich sowohl an Anfänger
als auch an Fortgeschrittene.
Im Anfänger-Kurs
werden die Grundlagen der kyrillischen Schrift gelernt, ein Grundwortschatz und die wichtigsten
Wendungen für (fast) alle Situationen erworben. Anmeldungen bitte jeweils zu Beginn des
Semesters unter Tel. 0234 - 32 11 521.
Unser polnischer Tutor
Das AKAFÖ hofft, im Sommersemester 2004 wieder einen Tutor aus Polen
begrüßen zu können. In der Zwischenzeit betreut Rafal Wojsz als
Projektmitarbeiter die polnische Aktionen in Bochum. Er ist zuständig für
den Austausch mit dem Studentenwerk Bratniak, studentische Begegnungsreisen,
Sprachkurse und die berühmten polnischen Partys. Wojsz war von 1999 bis 2001
Tutor beim AKAFÖ.
Die AKAFÖ-Tutoren