Mensa-Stühle ausverkauft
Bofinger-Stühle für guten Zweck
Der Ansturm auf die alten Mensa-Stühle des Typs „Bofinger“ war gewaltiger, als man beim AKAFÖ geahnt hat: Um 12 Uhr mittags waren die knapp 1000 Stühle verkauft. Rund 4.400 Euro konnte das AKAFÖ an Einnahmen erzielen, die jetzt komplett für den lange notwendigen Ausbau der KiTag auf dem Campus genutzt werden sollen.
Viele Mitarbeiter und ehemaligen Studierende nahmen die Chance wahr und sicherten sich ihr persönliches Erinnerungsstück an ihre Zeiten in der alten Mensa. Aber auch im Bürgersaal im Uni-Center werden in Zukunft die robusten Mensa-Stühle eine neue Heimat finden.
Die nahezu unkaputtbaren Plastikstühle hatten über 30 Jahre ihren Dienst in der Mensa der Ruhr-Universität Bochum verrichtet und wurden dann mit dem Umbau der Mensa in den wohlverdienten Ruhestand geschickt.
Die letzten knapp 1000 Stühle, die sich noch im Lager des AKAFÖ befanden, wurden nun innerhalb eines halben Tages verkauft. Für 10 Euro konnten interessierte Kunden jeweils zwei Stühle im Doppelpack erwerben. Seit den frühen Morgenstunden stand das Telefon in der Campus-Gastronomie nicht mehr still: „Bereits um kurz vor 10 hatten wir 400 Stühle verkauft“, so Ezzedine Zerria, stellv. Leiter der Campus-Gastronomie. Während in der Verwaltung die Bestellungen entgegen genommen wurden, konnte AKAFÖ-Mitarbeiter Wolfgang Zobel in eine neue Rolle schlüpfen: Er wurde Möbelpacker für den guten Zweck und brachte am laufenden Band die Stühle vom Lager in die Mensaverwaltung, wo sie für die Abholung vorbereitet wurden. Gegen zwölf Uhr konnte dann auch Zobel mit staubigen Händen und lächelndem Gesicht vermelden, dass das Lager nun leer sei.
Mit dem Geld soll nun der Ausbau der Kinderbetreuung auf dem Bochumer Campus genutzt werden. Bisher werden in der KiTag des AKAFÖ täglich zwischen 7.30 und 17.30 Uhr rund 90 Kinder betreut und mit drei Mahlzeiten versorgt. 60 Kinder zwischen vier Monaten und sechs Jahren sind in vier altersgemischten Gruppen zu je 15 Kindern untergebracht. Dazu kommen 30 Schulkinder: Sie verbringen ihre Freizeit im Hort der KiTag und machen dort auch ihre Hausaufgaben. Als Familienzentrum trägt sie zur Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung bei, stärkt Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe und sichert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Bilder:
Die Bofinger-Stühle warten auf ihre Abholung
Der Gang ist voller Stühle
Möbelpacker für den guten Zweck: AKAFÖ-Mitarbeiter Wolfgang Zobel ist zufrieden und hat staubige Hände







