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"Karriere trotz Barriere"

AKAFÖ-Servicezentrum und Agentur für Arbeit informieren Studierende

Rund 25 behinderte und chronisch kranke Studienabsolventen hatten am 29. April die Möglichkeit genutzt, sich im Servicezentrum für Behinderte des AKAFÖ über Jobperspektiven, Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt und spezielle Fördermöglichkeiten nach dem Studium zu informieren.

An den Bochumer Hochschulen studieren ca. 7.000 Behinderte und chronisch Kranke, für die nicht nur der studentische Alltag, sondern auch die Jobsuche einige Hürden mehr aufweist als für die nicht-behinderten Kommilitonen.

Daher informiert seit mehreren Jahren das Servicezentrum für Behinderte (SZB) des AKAFÖ und die Agentur für Arbeit über spezielle Perspektiven für Behinderte. Fachleute geben Tipps nicht nur bei der Stellenauswahl und Bewerbung, sondern zeigen auch auf, welche finanzielle und organisatorische Unterstützung möglich ist.

Zum diesjährigen Informationstag konnten gleich drei Referenten gefunden werden, die dem interessierten Publikum ihre Arbeit vorstellten. Zunächst berichtete Reiner Schwarzbach von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung Bonn (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit über unterschiedliche Förderungsmöglichkeiten für berufstätige Behinderte, nannte Datenbanken und Ansprechpartner an den Universitäten Deutschlands. Er wies z.B. darauf hin, dass bei der Bewerbung als Dozent an einer Hochschule der Vertrauensmann der Schwerbehinderten angesprochen werden kann.

Burkhard Schütte von der Meier & Schütte GmbH konnte im Anschluss spezielle technische Hilfen am Arbeitsplatz vorstellen, die behinderten Angestellten den Arbeitsalltag überhaupt erst ermöglichen und unbedingt erforderlich sind. Hierzu zählen u.a. mundgesteuerte Computer ebenso wie spezielle Software für eine Spracherkennung durch den Computer und auch elektronische Umblätterhilfen für Bücher und Zeitschriften.

Unter dem Motto "Vorsprung durch Vielfalt" konnte Angelika Güven Praktika für behinderte Studierende bei der Metro AG Düsseldorf vorstellen - immerhin verfügt die  Metro AG  über 4.000 behinderte und chronisch kranke Mitarbeiter und demzufolge über sehr viel Erfahrung in der Beschäftigung beinträchtiger Menschen.
Nach den Vorträgen konnten individuelle Fragen mit den Referenten  in Einzelgesprächen angeschnitten werden, durch die anwesenden Fachberater erfolgte eine personenbezogene Beratung.

Insgesamt zieht Harry Baus vom AKAFÖ-Servicezentrum eine positive Bilanz: "Es war ein sehr informativer Tag, die Studierenden nahmen viele Anregungen, Tipps und Ideen mit nach Hause. Sie erhielten Einblick in die gesetzlichen Grundlagen. Ich wünsche mir, dass dadurch jeder der anwesenden hochqualifizierten Akademiker einen Arbeitsplatz findet. ".

Bilder:

Reiner Schwarzenbach (2.v.l.) erläutert Förderungsmöglichkeiten beim Infotag "Karriere trotz Barriere".

Reiner Schwarzenbach (2.v.l.) erläutert Förderungsmöglichkeiten beim Infotag "Karriere trotz Barriere".

Interssierte Zuhörer beim Infotag "Karriere trotz Barriere".