Mehr Hilfe für behinderte Studierende
Neue Mitarbeiterin im AKAFÖ-Servicezentrum ist für Computerarbeitsplätze zuständig / Finanzierung aus Studienbeiträgen
Damit behinderte Studierende ohne Nachteile studieren können, sind technische Hilfsmittel unabdingbar. Das Servicezentrum für behinderte Studierende (SZB) des Akademischen Förderungswerks bietet deshalb einen Computerarbeitsraum, dessen Arbeitsplätze extra auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. Mit Mitteln aus den Studienbeiträgen der Studierenden konnte dort jetzt eine neue Stelle geschaffen werden.
Im Sinne einer optimalen Förderung behinderter Studierender wird das Angebot an behindertengerechter Hard- und Software immer größer. Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass viele Schwierigkeiten im Umgang mit diesen Computersystemen den Studienalltag behinderter Studierender an der Ruhr-Universität zusätzlich erschweren. Deshalb ist im SZB nun die neue Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Martina Linke für alle Anliegen rund um die studienbegleitende IT-Betreuung chronisch kranker und behinderter Studierender zuständig.
Erforderlich wurde die neue Stelle durch die verstärkte Nachfrage der behinderten und chronisch kranken Studierenden nach barrierefreien wissenschaftlichen Computerarbeitsplätzen. Die immer anspruchsvoller werdende Hard- und Software, die für verschiedenste Beeinträchtigungen von Nöten ist, fordert immer mehr Spezialwissen. Um sich auf dem Laufenden zu halten, müssen zeitintensive Schulungen besucht werden. Das Team des SZB konnte dies bisher nicht leisten. Mit Martina Linke steht nun extra für diesen Bereich eine Fachkraft zur Verfügung.
Die neue Mitarbeiterin gibt den behinderten Studierenden zudem eine fachgerechte Einweisung und fördert eine zügige Einarbeitung, damit sie sich schnell ausschließlich auf ihr Studium konzentrieren können. Sie ist die Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, die Geräte in besonderen Fällen passend umzubauen, Studienunterlagen in Blindenschrift zu übersetzen und mit Hilfe des Braille-Druckers auszugeben. Behinderte Studierende können jetzt auch ihre Klausuren im SZB unter Linkes fachlicher Aufsicht ableisten und dabei die vorhandene behinderungsspezifische Hard- und Software nutzen. Viele behinderte Studierende sind darauf teilweise oder ganz angewiesen.
In allen Fragen der barrierefreien Informationstechnik dient Martina Linke zudem als Schnittstelle zwischen Studierenden, Rechenzentrum, Dozenten/-innen und Instituten.
Martina Linke hat 1992 ihr Elektrotechnik-Studium an der Ruhr-Universität abgeschlossen, war jahrelang in der Informationstechnologie in der Industrie tätig und kann mit Ihren Erfahrungen und Ihrem Wissen vom Praxisbereich bis hin zu strategischer Arbeit zu einer deutlichen Verbesserung der studienbegIeitenden IT- Betreuung für chronisch kranke und behinderte Studierende beitragen.
INFO Martina Linke ist erreichbar im Servicezentrum für behinderte Studierende, Studierendenhaus (SH) 0/036, Tel. (0234) 970 231-15, martina.linke@rub.de




