Moderner Wohnraum für Studierende
Konjunkturpaket sei Dank: AKAFÖ verzeichnet enorme Baufortschritte
Die Studierenden-Wohnanlagen „Laerholzstraße 80“ und „Auf der Papenburg“ werden kernsaniert: Die Arbeiter durchbrechen Wände, legen neue Versorgungsschächte an, erneuern Fassaden und Heizungsanlagen und vieles mehr. Mit Hilfe von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II des Bundes will das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) hier bis Ende des Jahres wieder modernen Wohnraum für Studierende bereitstellen. Der Umbau geht gut voran.
10,8 Millionen Euro hat das Studentenwerk für Bochum und Gelsenkirchen allein für die Wohnanlage „Auf der Papenburg“ aus dem Konjunkturpaket erhalten. Mit einer guten Million, die das AKAFÖ an Eigenmitteln dazu gibt, wird die dringend nötige Generalüberholung des Gebäudes finanziert. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1975 hat sich in Punkto Wohnformen, Möblierung und energieoptimiertes Bauen einiges getan. Vor dem Umbau gab es auf den sechs Etagen etwa noch 225 Einzelzimmer und nur 16 Wohnungen. Viele Studierende mussten sich die wenigen Etagenküchen teilen.
„Für den Umbau haben wir die Raumaufteilung etwas verändert“, erklärt AKAFÖ-Projektleiterin Bianca Rosskothen. „Jetzt werden sich Wohnverbünde von höchstens sieben Einzelzimmern eine Küche teilen.“ Deutlich aufgewertet wurden die Wohnformen der mit eigenen sanitären Einrichtungen und Küchenzeile eingerichteten Einzelappartements, 2er- und 3er-Wohngemeinschaften. 20 Wohnplätze in Appartements und 81 in WGs werden nach der Sanierung angeboten. Insgesamt wird die Wohnanlage „Auf der Papenburg“ 177 Wohnplätze bereit halten. „Die neue Aufteilung der Etagen war keine einfache Aufgabe, kleinste Änderungen in der Gebäudestruktur – etwa jede einzelne Kernbohrung – mussten mit dem Statiker abgestimmt werden“, so Rosskothen.
Alle Wohnungen wurden für den Umbau leer gezogen und werden nach Ende der Bauarbeiten eine komplett neue Möblierung erhalten. Für die angenehm helle, schlichte und klare Innenraumausstattung zeichnen sich die Bochumer Architekten Krampe, Reiter und Schmidt verantwortlich. Zeitgemäßer und schöner wird auch die Außenfassade gestaltet: Die Fenster schließen nicht mehr bündig an die Außenwand an, sondern werden leicht nach innen versetzt sein und dadurch sogenannte „Leibungen“ aufweisen. Orangefarbene Elemente werden sowohl die Fassade als auch die neue Flucht- und Feuertreppe optisch aufwerten.
Ein bei Gebäudesanierungen heute kaum noch wegzudenkender Punkt ist die Energieeffizienz. Durch die neue Dämmung und ein modernes Heizsystem wird das AKAFÖ sowohl beim Gebäude „Auf der Papenburg“ als auch mit der „Laerholzstraße 80“ enorme Energieeinsparungen erzielen können.
So wird die Wohnanlage 'Auf der Papenburg' nach dem Umbau aussehen.
Arbeiten mit der Betonsäge / Die umrüstete Fassade der Wohnanlage Laerholzstraße 80 / Die Anlage "Auf der Papenburg" bietet bald auch großräumige Appartements. Fotos: AKAFÖ




