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Pressemitteilung 29.06.2010Imprimer | Contact | Plan du site |

Leistungsbilanz der Studentenwerke in NRW veröffentlicht

Überblick über die aktuelle Arbeit der Studentenwerke in NRW und wie die Studentenwerke auf die sich ändernden Studienbedingungen reagieren werden


Hochschulgastronomie für Studierende, studentischen Wohnraum, Studienfinanzierung, Kinderbetreuung, soziale Beratung und kulturelle Aktivitäten - all das bieten die Studentenwerke in NRW. Sie schaffen die sozialen Rahmenbedingungen rund ums Studium, die mit entscheidend für das Gelingen eines Studiums sein können.

„Die geänderten Studienbedingungen an den Hochschulen durch Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse haben bereits zu Veränderungen unseres Leistungsangebotes geführt. Das Jahr 2013, wenn ein doppelter Abiturjahrgang die Chance hat, ein Studium ergreifen wird, begreifen wir als Herausforderung, der wir uns gern stellen möchten“, so der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Günther Remmel.

Gastronomie - ausgezeichnete Qualität und niedrige Preise

Im Jahr 2009 wurden über 16 Mio. Mensaessen zu Preisen zwischen 1,80 bis 3,80 Euro verkauft. Die Umsätze in den 90 Mensen und 63 Cafeterien konnten im Vergleich zum Vorjahr um 5 %, auf 88 Mio. Euro gesteigert werden. Die Mensasanierungen jüngster Zeit sowie die neu hinzu gekommenen oder modernisierten Cafeterien, Bistros und Cafés haben erheblich dazu beigetragen, das gastronomische Angebot der Studentenwerke deutlich vielfältiger und qualitativ hochwertiger zu gestalten. Gleichwohl ergeben sich bereits jetzt - also noch vor dem Jahr 2013 - in einigen Einrichtungen derartige Engpässe bei der Speisenausgabe und Sitzplatzversorgung, dass Ausbauten und Erweiterungen dringend notwendig sind.

Wohnraum für Studierende - campusnah und modern

Rund 37.390 Studierende leben in unmittelbarer Nähe der Hochschulen in Wohnhäusern der Studentenwerke. Die Durchschnittsmiete beträgt 209 Euro und liegt damit vielerorts unter dem Mietzinsniveau auf dem privaten Wohnungsmarkt. Viele Wohnanlagen der Studentenwerke wurden bereits grundlegend, den Bedürfnissen und Erwartungen der Studierenden entsprechend, modernisiert. An einigen Standorten gibt es aber auch Wohnhäuser, die wegen ihrer Konzeption und ihres baulichen Zustandes kaum noch zu vermieten sind. Dank der Förderung der Studentenwerke durch das Konjunkturpaket II in Höhe von insgesamt 120 Mio. Euro können nun Baumaßnahmen, die bisher mangels Finanzierbarkeit verschoben werden mussten, endlich ergriffen werden. An einigen Standorten in NRW wird man mit Blick auf 2013 weiteren Wohnraum schaffen müssen.

Studienfinanzierung nach dem BAföG und kompetente Beratung

Wiederum bemerkenswert ist, wie viele Studierende in NRW zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes mit eigenem Verdienst beitragen. Während in NRW 71 % der Studierenden erwerbstätig sind, sind es bundesweit 66 % der Studierenden. Offenbar kann auf eine Erwerbstätigkeit neben dem Studium doch nicht verzichtet werden, auch wenn sich die Studienbedingungen infolge von Bachelor- und Masterstudiengängen verschärft haben.
“Umso wichtiger ist daher eine ausreichende Studienfinanzierung nach dem BAföG“, meint der Sprecher. In 2009 zahlten die Studentenwerke NRW 376 Mio. Euro an Fördermitteln nach dem BAföG aus. Bezogen auf die Gesamtzahl der Studierenden kommen nun 19 % der Studierenden in den Genuss der staatlichen Förderung.

Kinderbetreuung - hochschulnah und qualifiziert

Damit studierende Eltern die Doppelbelastung der Kindererziehung und des Studiums meistern können, betreiben die Studentenwerke NRW 19 Kindertagesstätten mit 1.115 Kindertagesplätzen. Etwa die Hälfte der Plätze ist für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren vorgesehen. Es zeigt sich, dass Studierende mit Kind/-ern diese Einrichtungen insbesondere wegen ihrer Nähe zum Hochschulcampus und ihren langen flexiblen Öffnungszeiten bevorzugen. Daher fordert die Arbeitsgemeinschaft, die Zahl der unmittelbar an der Hochschule gelegenen Kinderbetreuungsplätze in einer Größenordnung von einem Prozent der Gesamtstudierendenzahl anzuheben, d. h. für 400.000 Studierende 4.000 Kinderbetreuungsplätze in NRW zu schaffen.

Soziale Dienste - Beratung und Unterstützung in schwierigen Situationen

Bei steigenden Leistungs- und Prüfungsanforderungen, wachsendem Finanzierungsdruck und zunehmendem Stress vom Studienbeginn an werden die Sozialberatungsstellen immer häufiger - von jüngeren - Studierenden aufgesucht. Für die Arbeitsgemeinschaft ein Argument mehr, die Beratungsangebote der allgemeinen Sozialberatungsstellen sowie der psychologischen/psychosozialen Beratungsstellen der Studentenwerke nach Kräften auszubauen.

Zur Finanzierung der Studentenwerke NRW

32 % ihrer gesamten Einnahmen erzielen die Studentenwerke in ihren Mensen und Cafeterien (88 Mio. Euro). Die Kosten in den Wohnhäusern werden durch die Mieten gedeckt (90 Mio. Euro, 33 % ihrer Einnahmen). Die Kosten für die Durchführung des BAföG werden weitgehend vom Land erstattet (15 Mio. Euro, 5 % der Einnahmen). Damit die Studentenwerke ihren gesetzlichen Auftrag, die wirtschaftliche und soziale Förderung der Studierenden, auch erfüllen können, gewährt das Land den Studentenwerken einen Zuschuss in Höhe von 32 Mio. Euro p. a.
Einen wesentlichen Finanzierungsbeitrag leisten die Studierenden selbst durch die Zahlung der Sozialbeiträge (durchschnittlich 70 Euro im Sommersemester 2010), insgesamt 50 Mio. Euro. Der Finanzierungsanteil der Studierenden beträgt nun 18 %, hingegen der des Landes nur noch 12 %. Vor zehn Jahren lag der Finanzierungsanteil der Studierenden nur bei 13 %, der des Landes noch bei 20 %. Das bedeutet, die geringere Unterstützung des Landes führt zwangsläufig zu einer stärkeren finanziellen Belastung der Studierenden.

Hier der Link zur Leistungsbilanz NRW 2009

Nähere Informationen erteilt Ihnen gern:
Helga Fels
Referentin der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke NRW
Telefon: 0521 106 4133
Helga Fels
www.studentenwerke-nrw.de


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