Heizungsrohrbrüche im Studentenwohnheim Markstraße 105
Zwei Etagen müssen leer gezogen werden
Der Winter steht vor der Tür, die Heizperiode beginnt in allen Haushalten.
Im Studentenwohnheim Markstraße 105 ist das momentan keine Selbstverständlichkeit mehr: Wegen mehrerer Rohrbrüche in der sanierungsbedürftigen Heizungsanlage lässt es ich wohl nicht vermeiden, dass das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) die obersten zwei Etagen komplett leer zieht. Denn durch den Wasserverlust in der Heizungsanlage kommt das wärmende Heizungswasser nur noch mit großem Aufwand in den oberen Etagen an. „Ich muss jeden Tag 250 Liter neues Wasser in die Heizungsanlage pumpen, damit es oben ankommt“, sagt der gestresste Hausverwalter Gerd Grotthaus. Für ihn stellt die Suche nach den defekten Rohren jedes Mal ein Ratespiel dar. Und da die Rohre im Fußboden verlegt sind, muss er in den Fluren, aber auch in einigen betroffenen Wohnungen den Boden aufreißen, um die lecken Rohre auszuwechseln.
„Schon jetzt sind drei Rohrbrüche aufgetreten“, so Günter Kerfin, Technischer Leiter beim AKAFÖ, „und bei einem kalten Winter kann man mit weiteren Rohrbrüchen rechnen“. Grund hierfür ist die marode Heizungsanlage, die seit 1974 in Betrieb ist und schon seit Jahren Probleme bereitet.
Bei einem kalten Winter können so bis zu 20 Rohrbrüche entstehen. Damit Gerd Grotthaus nicht weiter jeden Tag frisches Wasser in die Anlage lassen muss, das auf dem Weg nach oben verloren geht und in den Baubestand zieht, werden demnächst wohl die zehnte und elfte Etage leer gezogen. Insgesamt 15 Mieter wären davon betroffen. Diese sollen nun umfassend informiert und nach Absprache in anderen Studentenwohnheimen untergebracht werden. Bei der sowieso schon angespannten Situation in der Wohnheimsauslastung keine einfache Aufgabe für die Mitarbeiter des AKAFÖ-Bereichs „Wohnen“. Im Studentenwohnheim „Sumperkamp“ wurde zu diesem Zweck bereits eine alte Hausmeisterwohnung Studierenden als Gemeinschaftswohnung zur Verfügung gestellt.
Bildunterschriften;
Bild 1: Durch die Heizungsrohrbrüche tritt im Wohnheim Markstraße 105 Wasser aus, was sich unter anderem durch Kalkablagerungen im Aufzug niederschlägt.
Bild 2: Weitere Kalkablagerungen an der Aufzugtür.
Bild 3: Auf der Suche nach kaputten Rohren muss der Boden aufgestemmt werden.
Bild 4: Hausverwalter Gerd Grotthaus beim Wasser nachlassen in der Heizungsanlage des AKAFÖ-Wohnheims Markstraße 105.




