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Pressemitteilung 04.08.2006Drucken | Kontakt | Sitemap |

Willkür statt Service

Mitarbeiter von Remondis verhindern Müllbeseitigung


Die Wohnheimbetreiber Bochums - die privaten Anbieter und das AKAFÖ - treffen sich unregelmäßig bei einen Round-Table-Gespräch, um gemeinsam die Situation der Studierenden in den Wohnheimen zu besprechen und auf aktuelle Ereignisse schnell und effektiv reagieren zu können. Von allen beteiligten Stellen wurde beim letzen Treffen einmütig Gesprächsbedarf in Sachen „Müllentsorgung durch die Firma Remondis“ formuliert.

Mittlerweile "normaler" Zustand in der Querenburger Höhe

Die Situation ist in den meisten Wohnheimen mittlerweile nicht mehr tragbar. Seit vielen Monaten werden viele der gelben Container nicht mehr geleert und mit Aufklebern mit der Aufschrift „Fehlbefüllung“ versehen. Und dies, obwohl das AKAFÖ mehrfach – zumindest kurzfristig – erfolgreiche Gespräche mit Gebiets- bzw. Bereichsleiter von Remondis vor Ort hatten.

Bei vielen Tausend Bewohnern aus 36 Nationen ist trotz umfangreicher Aktionen und mehrsprachiger Infos nicht immer die vorgeschriebene Müllsortierung zu gewährleisten. Dies ist den Wohnheimbetreibern bewusst. Seit einiger Zeit sortieren daher die Hausverwalter des AKAFÖ vor jedem Leerungstag die Container per Hand, um die lupenreine Mülltrennung zu gewährleisten. Und dies auf freiwilliger Basis, um für saubere Müllplätze in den Wohnheimen zu sorgen. Dennoch werden viele der Container offensichtlich willkürlich nicht geleert.

Die Problematik ist der Geschäftsleitung von Remondis bekannt. Mehrfach trafen sich die Leiter der Firma mit dem AKAFÖ, wurden auf den Misstand hingewiesen und schafften umgehend durch eigens angeordnete Sonderleerungen für kurzfristige Abhilfe. Dass jedoch wenige Tage nach solchen Treffen die Situation wieder eskaliert, deutet auf nicht funktionierende Kommunikationswege im Unternehmen Remondis hin. AKAFÖ-Mitarbeiter Joachim Kiewaldt, der die letzten Gespräche führte, dazu: „Die Fahrer, die für die Wohnheime in Bochum zuständig sind, scheinen nicht zu wissen oder gar akzeptieren, was die eigene Geschäftsleitung wünscht!“. Diese Problematik scheint sich durch andere negative Berichte über Remondis in den letzen Monaten zu bestätigen.

Die Wohnheimbetreiber hatten gar angeboten, dass die Hausverwalter zu den Leerungsterminen vor Ort eventuell zu beanstandende Fehlbefüllungsreste entfernen, um eine Leerung ohne Beanstandung zu garantieren. Die Fahrer wurden mit einer Liste sämtlicher Handynummern der Hausverwalter versorgt, machten jedoch zu keinem Zeitpunkt von der Möglichkeit Gebrauch, sondern verteilten weiterhin eifrig Klebezettel und ließen die Container ungeleert stehen. In einem Wohnheim wurden die Tonnen sogar eingezogen, die Kunden wurden mit dem Müll wieder einmal allein gelassen.
Was dies für ein Wohnheim wie z. B. die Querenburger Höhe mit 567 Bewohnern bedeutet, können Fotos nur ansatzweise verdeutlichen. Die Emotionen kochen hoch, da auf den Rücken der Hausverwalter und zum Leidtragen der Bewohner sämtlicher Wohnheime Probleme bei Remondis offensichtlich ausgesessen werden.
Die privaten Wohnheimbetreiber und das AKAFÖ wünschen sich jedoch eine einvernehmliche Lösung und zeigen weiterhin Gesprächsbereitschaft. Es bleibt abzuwarten, ob die Geschäftleitung von Remondis die Problematik endlich effektiv beenden möchte. Die Hausverwalter, die für saubere Wohnheime sorgen wollen und 5.000 Studierende würden sich freuen…

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