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Pressemitteilung 29.06.2007Drucken | Kontakt | Sitemap |

Leistungsbilanz der Studentenwerke in NRW

Die zwölf Studentenwerke in NRW verbessern unmittelbar die Standortbedingungen der Hochschulen und fördern mittelbar die Hochschulpolitik des Landes


Zum Leistungsangebot der Studentenwerke

Sie betreuen 412.000 Studierende an über 40 Hochschulen.

Nach dem deutlichen Einbruch der Zahl der Studierenden - infolge des Studienkonten- und –finanzierungsgesetzes NRW - in 2004 auf einen Tiefststand von 405.000, stieg die Zahl in 2005 auf 415.000 an, sank aber in 2006 wieder auf 412.000. „Ob einige Abiturientinnen/Abiturienten wegen der zwischenzeitlich eingeführten Studienbeiträge von ihrem Vorhaben, ein Studium zu beginnen, Abstand genommen haben, kann momentan noch nicht verlässlich beurteilt werden. Mittelfristig ist jedoch allein aufgrund der demographischen Entwicklung und der Verkürzung der Gymnasialzeit mit deutlich höheren Zahlen zu rechnen“ so Helga Fels, Referentin der Arbeitsgemeinschaft. So beabsichtigt die Landesregierung, 20.000 neue Studienplätze bis 2010 zu schaffen.
15 % aller Studierenden sind Ausländer, in 2004 waren es nur 12 %. „Die Internationalisierung der Hochschulen wird spürbar!“, meint Frau Fels.

Sie betreiben 85 Mensen und 90 Cafeterien. In den Mensen wurden rund 15,3 Mio. Essen zu Preisen von 1,70 und 2,70 Euro verkauft.

Die Studierenden nehmen die preisgünstigen gastronomischen Angebote der Studentenwerke gern in Anspruch, da die Mensen und Cafeterien unmittelbar auf dem Campus liegen und die Öffnungszeiten auf die Studienzeiten abgestimmt sind. Sofern die Studienzeiten weiter in den Abend und möglicherweise auch auf das Wochenende verlegt werden, werden die Studentenwerke darauf mit längeren Öffnungszeiten und dem Ausbau ihres Angebotes - unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit - reagieren.

Sie bewirtschaften rund 37.000 Wohnplätze für Studierende zu Mieten von 143 Euro bis 219 Euro.

Die Nachfrage nach Wohnplätzen in den Wohnanlagen der Studentenwerke wird mit der Studienstrukturreform noch steigen. Denn ausländische Studierende und zukünftig jüngere Studienanfänger/-innen werden erfahrungsgemäß lieber campusnah wohnen wollen. Auch werden Studierende, die heute noch zwischen Elternhaus und Hochschule täglich pendeln, – in NRW ist dieser Anteil vergleichsweise hoch – wegen der notwendigen höheren Präsenzzeit der Bachelor- und Master-Studierenden an der Hochschule eine Unterkunft in der Nähe der Hochschule suchen.

Sie vergaben im Auftrag von Bund und Ländern rund 318 Mio. Euro BAföG-Förderung. 17 % aller Studierenden in NRW erhalten Mittel nach dem BAföG.

„Die aktuell in Aussicht gestellte allgemeine BAföG-Erhöhung zum Wintersemester 2008/2009 kommt sehr spät,“ merkt Frau Fels an „denn wesentliche Rahmenbedingungen zur Finanzierung eines Studiums haben sich bereits verändert: Fast alle Hochschulen in NRW erheben Studienbeiträge von bis zu 500 Euro pro Semester. Das Kindergeld, das häufig von den Eltern an die Studierenden weitergeleitet wird, wird - statt bis zum 27. Lebensjahr - nur noch bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Die Möglichkeiten der Erwerbstätigkeit neben dem Studium werden durch die neuen Studienanforderungen stark eingeschränkt.“

Sie bieten 854 Plätze in ihren Kinderbetreuungseinrichtungen an.

Einige Studentenwerke unterhalten Einrichtungen zur psychologischen Beratung, Sozialberatung sowie Beratung für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit.

Das Bedürfnis nach Orientierung und finanzieller, existentieller Absicherung nimmt bei den Studierenden kontinuierlich zu. Begründet wird diese These vor allem mit den verdichteten Bachelor- und Master-Studiengängen, die einen höheren Finanzierungs-, aber auch Leistungsdruck verursachen.

Zur Finanzierung der Studentenwerke

Studentenwerke als Wirtschaftsfaktoren der Region

Studentenwerke sind nicht nur Arbeitgeber der 3.500 Beschäftigten sowie der 150 Auszubildenden, sondern auch Auftraggeber in Nordrhein-Westfalen mit einem Auftragsvolumen von 154 Mio. Euro. Da diese Aufträge und Bestellungen weitestgehend an heimische Handwerksbetriebe und Anbieter von Lebensmitteln vor Ort vergeben werden, profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch die Betriebe in der Region von der Arbeit der Studentenwerke.

Nähere Informationen erteilt Ihnen gern:
Frau Helga Fels
Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke NRW
Tel: +49 521 106-4133
Fax: +49 521 106-4121
Helga Fels
www.studentenwerke-nrw.de

Die Leistungsbilanz (Kurzversion) als PDF

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