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Pressemitteilung 30.07.2007Imprimer | Contact | Plan du site |

DAKA weitet Förderung weiter aus

Darlehenskasse warnt im Jahresbericht vor Verschärfung der Finanzlage Studierender


Immer wieder musste sich die Darlehenskasse der nordrhein-westfälischen Studentenwerke (DAKA) in ihrer über 50-jährigen Geschichte auf veränderte Bedingungen des Studiums einstellen. Gravierende Veränderungen brachten zuletzt die Einführung von Studiengebühren (meist 500 Euro pro Semester) an nahezu allen Hochschulen in NRW und die Umstellung der Studienordnungen auf das Bachelor- und Mastermodell.

„Rund zwei Drittel aller Studierenden in Nordrhein-Westfalen sind aus finanziellen Gründen gezwungen, dauerhaft und in erheblichem Umfang zu jobben – Tendenz steigend“, heißt es im Jahresbericht 2006 der DAKA, der jetzt erschienen ist. Betroffen seien über eine Viertelmillion NRW-Studierender. Darunter litten nach eigener Beurteilung der Studierenden Qualität und Intensität des Studiums, Studienfortgang und -abschluss würden notwendigerweise verzögert. „Der enge Zeitrahmen der neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge kann die Finanzierungsproblematik nochmals verschärfen“, warnt die DAKA.

Was viele Studierende gar nicht wissen: In der Studienabschlusszeit hilft die Darlehenskasse unbürokratisch und wesentlich günstiger als etwa private und öffentliche Banken. Sie bietet Studierenden, die sich in der Examensphase befinden und unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage gelangt sind, Studiendarlehen bis zu einer Höhe von insgesamt 7.500 Euro an, ausgezahlt in maximal 18 Monatsraten. In Sonderfällen kann die Darlehenshöhe bis zu 12.500 Euro reichen. Das Darlehen wird den Empfängern zinslos gewährt, einbehalten wird lediglich eine Verwaltungsgebühr von 5 Prozent der gesamten Darlehenssumme, die zur Deckung der DAKA-Eigenkosten beiträgt. Die Antragsstellung findet vor Ort statt: Ein DAKA-Sachbearbeiter findet sich in jedem der zwölf NRW-Studentenwerke, die alle Mitglied der Darlehenskasse sind.

Gegenüber dem Vorjahr konnte die Zahl der von der DAKA Geförderten im Jahr 2006 erneut gesteigert werden. 919 Studierende (2005: 882), und damit 4,2 Prozent mehr, erhielten Fördermittel. Die durchschnittliche Darlehenshöhe stieg um 123 Euro auf 3.777 Euro.

Selbst, wenn die Studierendenzahlen in den nächsten Jahren nicht wie von den Kulturministerien prognostiziert stark anwachsen, erwartet die DAKA einen weiteren Anstieg der Kreditnachfrage: „Es ist davon auszugehen, dass die curricularen und zeitlichen Strukturen eines Bachelor- und Masterstudiums die Möglichkeiten des Jobbens und damit des Eigenunterhalts erheblich einschränken werden“, blickt Vorstandsmitglied Dr. Peter Schink im aktuellen Jahresbericht in die Zukunft. „Möglicherweise trägt auch die derzeitige Weigerung des Staates, sich an der individuellen Bildungsfinanzierung durch eine Anpassung der BAföG-Sätze an die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu beteiligen, dazu bei, dass die Finanzierung des Studiums häufiger als in der Vergangenheit über eine Kreditaufnahme erfolgen muss“, so Dr. Schink weiter. Das Angebot eines zinslosen Darlehens durch die DAKA wird für die Abschlussphase eines Studiums also umso attraktiver werden.

Im Vorstand der DAKA NRW sind als Vorsitzender Dr. Peter Schink (Geschäftsführer des Studentenwerkes Köln) und die stellvertretenden Vorsitzenden Jörg Lüken (Geschäftsführer des Akademischen Förderungswerkes in Bochum) und Dipl.-Soz.päd. Detlef Rujanski (Geschäftsführer Studentenwerk Siegen)

Der Geschäftsbericht ist als PDF abrufbar unter Geschäftsbericht DAKA

Ein Foto von Herrn Dr. Schink ist über die Geschäftsstelle erhältlich:
Darlehenskasse der Studentenwerke im Land Nordrhein-Westfalen e. V. (DAKA)
Luxemburger Straße 124-136
50939 Köln
Telefon: 0221 94265-361 /-321
Telefax: 0221 94265-302
E-Mail
www.daka-nrw.de


Jörg Lüken

Jörg Lüken, Stellvertretender Vorsitzender der DAKA NRW und Geschäftsführer des AKAFÖ

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