News

Siedlungsfund auf AKAFÖ-Baustelle

/ Spuren aus Eisen- und Jungsteinzeit in Bochumer Laerheidestraße gefunden

Ort des Siedlungsfunds: Die AKAFÖ-Baustelle an der Bochumer Laerheidestraße.

Das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ) baut ein neues Wohnheim für Studierende an der Laerheidestraße in Bochum Laer. Kürzlich wurden im Zuge des Baus Spuren aus der Eisen- sowie der Jungsteinzeit gefunden. Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe brachten Keramikscherben und Steinwerkzeuge zutage. Sie belegen, dass der Ort schon vor über 6.000 Jahren ein beliebter Siedlungsplatz war.

Die gefundenen Keramikstücke sind mit tiefen Einschnitten verziert. Laut den Archäologen ist das typisch für die Menschen, die um 4600 v. Chr. in Mitteleuropa lebten und gemeinhin als "Rössener Kultur" bezeichnet werden.

Auch die geborgenen Steinwerkzeuge sind besonders: Sie bestehen nicht nur aus dem geläufigen Feuerstein. Ein Bohrer ist aus sogenanntem Rullen-Feuerstein geschlagen, der im Süden Belgiens zu finden ist. Das oft gelbliche Material wurde während der Rössener Kultur gerne genutzt. Die Menschen in der Jungsteinzeit hatten also weitreichende Austauschbeziehungen.

Zum Fund berichtet der WDR in seiner Lokalzeit. Zum Video geht es hier.

Zweiter historischer Fund auf derselben Baustelle

Scheinbar birgt die Baustelle an der Laerheidestraße viel historisches Potential. Erst kürzlich stießen Arbeiter dort auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Darauf folgte der Siedlungsfund. Inzwischen sind aber alle Ausgrabungen abgeschlossen und das AKAFÖ setzt den Bau seines Wohnheims fort.

Das AKAFÖ baut in der Laerheidestraße in Bochum Wohnungen für 260 Studierende. Der Wohncampus soll kommendes Jahr fertig gestellt werden. Die Kosten betragen rund 25 Millionen Euro.

Share Tweet

Das könnte Dir auch gefallen.

Feedback