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„...sie haben keine Vorurteile gegenüber Ausländern.“

/ Serie über iranische Studierende in Bochum - Teil 3

Zufrieden in Bochum: Ramin aus Isfahan

Seit diesem Semester sind Studierende aus dem Iran die größte nicht-deutsche Gruppe in den AKAFÖ-Wohnheimen. Wir haben das zum Anlass genommen, uns mit ihnen zu treffen und drei iranische Studierende porträtiert. Diese Woche endet die Serie mit Ramin, wohnhaft in der Kollegstraße.

Ramin ist 26 Jahre alt, kommt aus Isfahan im Iran. Er lebt seit September 2016 in Deutschland. In der Kollegstraße wohnt er aktuell alleine. Durch das Einzelzimmer hat Ramin mehr Freiheiten, jedoch bevorzugt er das Leben in einer Wohngemeinschaft: „...man lernt mehr Menschen kennen!“.

Auch findet er, dass man als internationaler Studierender mehr Kontakte braucht, zum Kochen oder Ausgehen zum Beispiel. Dass junge ausländische Studierende durch das AKAFÖ schnell Unterkünfte bekommen, schätzt er sehr. Wenn es Probleme mit der Heizung oder Ähnlichem gibt, dann ist der Hausmeister schnell für die Bewohner/innen da.

Multikulturelle Nachbarschaft

Seine Nachbarschaft ist wohl nicht die gesprächigste, jedoch hat er einen Nachbarn aus Usbekistan: „Wir sprechen etwas Farsi miteinander. Er kommt aus einer Stadt, in der man auch Persisch spricht.“ Vereinzelt hat er auch Kontakt zu anderen iranischen Studierenden.  

Zurzeit studiert Ramin im Master Maschinenbau mit der Vertiefung zur Automatisierung an der RUB. Ihm ist positiv aufgefallen, dass sein Studiengang mit weniger Leuten besetzt ist, als an anderen Universitäten.

Obwohl Deutschland nicht seine Heimat ist, fühlt er sich wohl und angenommen. Für ihn hat die große Anzahl an iranischen Studierenden in den AKAFÖ-Wohnheimen folgende Gründe: „In Baden-Württemberg sind die Studiengebühren viel höher und hier wird man einfacher aufgenommen. Außerdem ist die wirtschaftliche Situation im Iran nicht gut. Man findet nicht so einfach Arbeit.“  

"Linke Leute haben keine Vorurteile"

Politisch und gesellschaftlich ist er engagiert: „Ich habe oft Kontakt zu linken Leuten. Sie haben keine Vorurteile gegenüber Ausländern“.

Für die Zukunft wünscht Ramin sich mehr interkulturelle Veranstaltungen, um Kontakt zu anderen zu knüpfen. Außerdem möchte er auch in anderen deutschsprachigen Ländern leben.

Wenn Ramin Gäste empfängt, die vorher noch nie Persisch gegessen haben, würde er „Ghorme Sabzi“ servieren. Damit zeigt er einen ähnlichen Geschmack wie Koosha, den wir vor zwei Wochen portraitiert haben. Ghorme Sabzi war der grüne Eintopf mit Kidneybohnen, getrockneten Limetten und verschiedenen Kräutern.

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