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AKAFÖ realisiert sechsten Deutsch-Tunesischen Austausch

/ Acht tunesische Gäste für mehrere Wochen in Bochum

AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken (mitte links) und der Leiter des Gastronomiebereichs, Ezzedine Zerria (mitte rechts), freuen sich über die Gäste aus Tunesien.

Seit Jahren unterhält das AKAFÖ beste Kontakte nach Tunesien. Dieses Jahr bereichern sechs Köche für je vier Wochen den Gastronomiebetrieb und zwei Germanistikstudentinnen für je drei Wochen den Kommunikations- und Kulturbereich des AKAFÖ.  

Kommunikation ist entscheidend

Geschäftsführer Jörg Lüken freut sich wie jedes Jahr über die internationalen Gäste: „Man kann voneinander lernen. Es ist toll, dass wir so etwas realisieren können. Das wäre vor zwanzig Jahren undenkbar gewesen.“ Und die sprachlichen Barrieren? „Die gibt es natürlich hin und wieder. In der Küche z.B., kann so etwas Schwierigkeiten machen. Da ist ein Küchenteam nicht anders als ein Fußballteam – die Kommunikation ist wichtig.“

Lüken weiß, „dass es manchmal klemmt. Dann ist es gut, dass Ezzedine da ist.“ Ezzedine Zerria leitet den Gastronomiebereich im AKAFÖ. Er ist gebürtiger Tunesier und engagiert sich stark in der Deutsch-Tunesischen Zusammenarbeit: „Seit 2011 organisieren wir diesen Austausch. Jetzt ist es schon das sechste Mal.“ Zerria unterstützt und übersetzt. Denn nicht alle Tunesier sprechen Deutsch – einige dafür sehr gut.

Viele Dinge sind neu – und die Geschmäcker verschieden

Sie fühlten sich wohl in Deutschland, berichten die tunesischen Gäste. Die Arbeit mache Spaß. Für die Freizeit haben die Mitarbeiter/innen vom AKAFÖ verschiedenste Aktivitäten organisiert. Unter anderem ging es schon ins Stadion nach Schalke und Dortmund. Wo es besser sei? Geteilte Meinungen. Ganz wie im AKAFÖ.

Was ist generell anders, hier in Deutschland? Natürlich – das Wetter. In Tunesien sind es teilweise noch bis zu dreißig Grad, hier wird es langsam herbstlich. „Es ist meistens zu kalt“ sind sich alle einig. Aber z.B. die Köche konnten auch schon einiges lernen. In wechselnden Besetzungen arbeiten zwei davon in der Mensa, zwei im Campusrestaurant Q-West und zwei in der Mensa der Hochschule für Gesundheit.

„In Deutschland werden öfter vorher bearbeitete Convenience-Produkte verwendet. In Tunesien machen wir mehr selbst“ stellt etwa Firas Kessemtini fest. Die Mensa hat es vor allem Abassi Mohamed angetan: „Solche geregelten Abläufe in so einem großen Team kennenzulernen - das ist, was ich gesucht habe. In der Mensa habe ich viel dazugelernt.“ Demnächst geht es wieder zurück nach Tunesien. Aber Abassi verspricht: „In Tunesien möchte ich Treffen organisieren, um zumindest zehn Prozent von dem, was ich hier gelernt habe, dort auch umzusetzen.“

Wechselseitiger Austausch

Und der Deutsch-Tunesische Austausch findet in beide Richtungen statt. Seit dem Wochenende ist eine mehrköpfige Delegation vom AKAFÖ in Tunis. Wiederum geht es vor allem um Zusammenarbeit im gastronomischen Bereich. Auch die AKAFÖ-Besuche in Tunesien haben Tradition. Einmal mehr sollen Erfahrungen ausgetauscht werden. Man darf gespannt sein, welche Eindrücke und Erkenntnisse die AKAFÖ-Delegation dieses Mal aus Tunesien mitbringt.


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