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„Ich habe meine erste Gitarre verkauft...“

/ Serie über iranische Studierende in Bochum - Teil 2

Psychologie-Studentin Hoda: "Das Leben im Sumperkamp ist entspannt, die Miete günstig."

Seit diesem Semester sind Studierende aus dem Iran die größte nicht-deutsche Gruppe in den AKAFÖ-Wohnheimen. Wir haben das zum Anlass genommen, uns mit ihnen zu treffen und drei iranische Studierende porträtiert. Diese Woche gibt es Teil 2 mit Hoda aus Teheran.

Hoda ist eine junge, tapfere iranische Frau auf dem Weg zur Psychologin. Sie ist 29 Jahre alt und lebt seit Anfang 2015 in Deutschland. Im Iran hat sie ihren Bachelor in Klinischer Psychologie gemacht. Hoda spielte auch professionell Fußball. Um in Deutschland weiter zu machen, hat sie ihr Masterstudium abgebrochen. Hoda hat sich an über 40 Universitäten beworben und für die RUB entschieden.

Das Leben im Sumperkamp des AKAFÖ empfindet Hoda als sehr entspannt: „Die Mieten sind günstig und ich kann so oft duschen, wie ich will.“

"Die Gitarre ist verkauft, jetzt habe ich ein Keyboard"

Außerdem erzählt sie, dass einmalig die Gebühren für ihr Semesterticket übernommen wurden: „Ich hatte angerufen und meine Lage erklärt. Danach konnte ich mich auf andere Sachen konzentrieren.“ Hoda hatte nicht viel Geld, als sie sich für Deutschland entschied. Sogar ihre Instrumente verkaufte sie: „Ich habe meine erste Gitarre verkauft, aber im Studierendenwohnheim habe ich ein Keyboard“, bemerkt sie lächelnd.

"Für meine Eltern bin ich zu weit weg"

„Meine jüngere Schwester möchte auch nach Deutschland“, erzählt Hoda, „sie hat ihren Master in Teheran gemacht, hoffentlich findet sie einen Weg.“ In Deutschland möchte Hoda bleiben, um als Psychologin zu arbeiten, obwohl ihre Eltern es nicht gutheißen: „Ich bin für meine Eltern viel zu weit weg. Sie fragen immer, wieso Deutschland?“ Aber Hoda sieht viele Vorteile an Bochum. Sie ist schnell in anderen Städten und kann viele Eindrücke sammeln, anders als in Teheran. Denn dort behinderte der starke Verkehr oft den Weg zur Uni und wieder zurück.

Hoda würde für Gäste, die sich mit der persischen Küche weniger auskennen, Reis mit Berberitzen und Hühnchen „Zereshk Polo“ kochen.

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