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Zöliakie sichtbar machen
/ Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft startet eine Petition für gesetzlich gesicherte glutenfreie Angebote in Gemeinschaftsverpflegung, unterstützt vom BZI des Akafö.
Es wurde bewusst kein Abgabedatum festgelegt, da die Petition erst eingereicht werden soll, wenn die 30.000 Stimmen – das sogenannte Quorum – erreicht sind.
Jetzt mitmachen - Die Deutsche Zöliakie Gesellschaft e. V. hat eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet. Sie fordert die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen, die eine verlässliche Bereitstellung glutenfreier Essensalternativen in der Gemeinschaftsverpflegung gewährleisten. Der Verein betont, dass Menschen mit Zöliakie noch immer vielfach von einer gleichberechtigten Teilhabe ausgeschlossen und dadurch benachteiligt werden.
Das Beratungszentrum zur Inklusion Behinderter (BZI) des Akafö unterstützt die Kampagne und setzt sich dafür ein, mehr Sichtbarkeit für die Erkrankung zu schaffen. Bereits jetzt bietet das BZI Betroffenen, die sich dort in Beratung befinden, die Möglichkeit, mitgebrachte Speisen in der Mikrowelle der Einrichtung zu erwärmen.
Die Großmensa des Akafö verarbeitet täglich viele glutenhaltige Speisen, wodurch eine sichere Zubereitung glutenfreier Gerichte derzeit nicht möglich ist. Gerade Kreuzkontaminationen können derzeit nicht ausgeschlossen werden. Deswegen verzichtet das Akafö bewusst auf die Auszeichnung eines Angebotes, um gesundheitliche Risiken für Menschen mit Zöliakie zu vermeiden.
Du möchtest die Petition unterstützen?
Besuche das BZI des Akafö und unterschreibe die Petition vor Ort. Das Beratungszentrum befindet sich im Studierendenhaus auf Ebene 0, Raum 40. Die Kolleg:innen sind montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 15 Uhr vor Ort.
Was ist Zöliakie?
Zöliakie ist eine anerkannte Behinderung und Autoimmunerkrankung, bei der Betroffene lebenslang strikt auf Gluten verzichten müssen. Es gibt kein Medikament gegen Zöliakie – die einzige Therapie besteht im konsequenten Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel wie Pizza, Nudeln oder herkömmliches Brot. Die Zahl der Erkrankten steigt deutlich: Aktuell sind rund 900.000 Menschen in Deutschland betroffen (Stand: Januar 2026).