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20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks startet

/ AKAFÖ ruft zu Beteiligung auf

Zum 20. Mal erfragt das Deutsche Studentenwerk (DSW) die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden an deutschen Hochschulen. Seit Dienstag, 29. Mai, werden Fragebögen an 80.000 zufällig ausgewählte Studierende verschickt, die Aufschluss über die konkrete Lebenssituation der Hochschüler geben sollen – darunter auch an viele Studierende der Bochumer Hochschulen.

Das Akademische Förderungswerk (AKAFÖ), unter anderem beauftragt mit der Vergabe von Geldern nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) und der Vorhaltung günstigen Wohnraums, unterstützt die Aktion und ruft die Bochumer Studierenden auf, sich daran zu beteiligen – helfen die bei der Befragung erhobenen Daten doch, ein differenziertes Bild von den Bedürfnissen der Studierenden zu zeichnen und entsprechend darauf zu reagieren. Beispielsweise waren die Ergebnisse der jüngsten Sozialerhebung im Jahr 2010 aus Sicht von AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken ein klares Signal gegen Studiengebühren: „29 Prozent der Bochumer Studierenden müssen für Studium und Nebenjob deutlich mehr als 50 Stunden in der Woche aufwenden“, so Lüken damals. „21 Prozent befinden sich wegen ihrer schwierigen finanziellen Situation faktisch in einem Teilzeitstudium, obwohl es an den Hochschulen kaum formale Teilzeitstudiengänge gibt. In diesem Kontext sind Studiengebühren sicherlich hinderlich, um die soziale Selektion im Bildungssystem zu bekämpfen.“ Nun erhofft sich das AKAFÖ von der 20. Sozialerhebung unter anderem Aufschluss darüber, ob und inwiefern die Abschaffung der Studiengebühren Auswirkungen auf die Zahl der Einschreibungen gehabt hat.

Die Sozialerhebung gilt als eine der wichtigsten offiziellen Bildungsstudien überhaupt. Entsprechend stark interessieren sich die Politik in Bund und Ländern, die Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen für die Untersuchung. Sie ermöglicht empirische Langzeitvergleiche, die die großen bildungspolitischen Veränderungen in Deutschland abbilden, vor allem in der sozialen Zusammensetzung der Studierenden.

Die Ergebnisse der großangelegten Studierenden-Befragung, die alle drei Jahre durchgeführt wird, sollen im Frühjahr 2013 vorgestellt werden. Wissenschaftlich betreut wird die Befragung vom Hochschul-Informations-System (HIS), finanziert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Links

www.sozialerhebung.de

Sonderauswertung für Bochum Juli 2010:

PDF

www.studentenwerke.de - hier auch weitere Pressetexte und Interviews zum Download
www.bmbf.de
www.his.de


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